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Formulare

Formulare begegnen uns in unserer heutigen Welt in fast jeder Situation. Der Grund hierfür liegt nicht einzig in dem hohen Grad der Bürokratisierung und der damit verbundenen verpflichtenden Dokumentation, sondern auch in dem Vorteil den Formulare mit sich bringen: Formulare vereinheitlichen den Kommunikationsprozess. Für einen Gestalter ergibt sich folgend nicht nur die Aufgabe bestimmte Fragen in ein Raster zu bringen, sondern viel mehr die Aufgabe Kommunikation zu gestalten und somit beim Empfänger des Formulars keine negativen Gefühle zu wecken. Denn nur zu leicht wirken Formulare unangenehm (hohe Informationsdichte), diskriminierend (Menschen werden in Kategorien eingeordnet) oder beschränkend (die Felder eines Formulars lassen es oft nicht zu Fragen individuell zu beantworten). Ziel des Gestalters muss es sein, durch die Wahl der Typografie, Farbe, Rasterung des Satzspiegels und Platzierung der Fragen und Antwortfelder positive Gefühle zu erzeugen und ein übersichtliches Gesamtbild zu erschaffen.

Die ersten drei Punkte haben vor allem die Aufgabe, Redundanzen zu verhindern. Informationen die schon erfasst sind sollten nicht erneut abgefragt werden. Hat man zum Beispiel Adressdaten zu einer Person gespeichert und diesen unter einer Nummer in einem System gespeichert, so kann man auf die erneute Abfrage dieser Daten verzichten und auf die Nummer verweisen. Der Punkt 4 ist ein wichtiger Schritt vor der Visualisierung. Informationen die zusammengehören müssen in Modulen gebündelt werden. Das erleichtert zum einen das Ausfüllen des Formulars, da man gedanklich nicht zu sehr springen muss, zum anderen lassen sich diese Informationen anschließend auch leichter Auswerten, da sie räumlich zusammen liegen. Schritt 5 beinhaltet die Gestaltung des Formulars, also das Wählen der Struktur, und der Schriftarten, Schnitte, usw. sowie das Aufteilen des Satzspiegels in Hinblick auf die zu platzierenden Module.

Die Gestaltungsebenen

Die Gestaltung eines Formulars lässt sich in folgende Ebenen gliedern:

  • ein Spalten- und Grundlinienraster
  • ein Formularschema
  • die Formularmodule
  • Typografie und Schrift
  • Tektonik und Farbe

Drittelzeilen-Grundlinienraster: Einen guten Mittelweg verspricht die Drittelung des Grundlinienrasters. Der Text steht jetzt auf jeder zweiten Rasterlinie, der Formulartext nach wie vor auf dem ursprünglichen Raster.

Drittelzeilen-Grundlinienraster

Spaltenraster

Die vertikale Aufteilung des Formulars führt zu mehr Flexibilität die Module auf dem Satzspiegel anzuordnen. Je mehr Spalten man zu Verfügung hat, desto flexibler wird die Anordnung, was jedoch kein Raten zu hohen Spaltenzahlen sein soll. Hier sollte man einen guten Mittelweg finden, da sehr viele Spalten die Übersichtlichkeit reduzieren können.

Typografie und Schrift

Da Formulare eine hohe Informationsdichte haben, sollte eine Schrift gewählt werden die auch in kleinen Schriftgrößen noch gut lesbar, und dennoch robust ist, damit beim mehrfachen kopieren und faxen die Buchstaben noch unterschieden werden können. Ideal hierfür sind Schriften, deren Buchstaben sich durch unverwechselbare Einzelformen voneinander unterscheiden, nicht zusammenfließen und dennoch ein ruhiges Wortbild ergeben.

Farbe

Das Thema “Farbe“ in Formularen ist immer unter der Prämisse “Das Formular muss auch in schwarz-weiß funktionieren“. Insofern ist der Einsatz mehrerer Farben weniger effektiv, als der das Verwenden verschiedener Sättigungen eines, oder weniger Farben. Wie auch in der Gestaltung jeder anderer Medien sind einige Eigenschaften zu beachten. Der Kontrast der Schrift gegen den Hintergrund muss so hoch sein, dass auch in S/W alles erkennbar bleibt. Zudem wirkt farbige Schrift heller als eine Farbfläche der gleichen Farbe.

Quellen

Schwesinger, Boris. 2007. “Formulare gestalten“. Hermann Schmidt Verlag

Infos

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  1. 1 Inhaltsstruktur
  2. 2 Formulare
  3. 3 Maßsysteme
  4. 4 Rastersysteme
  5. 5 Flächenaufteilung

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